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Resident Evil 4 - Review

Review | 04.08.2019 - 21:34:03

Seite 4: GAMEPLAY & ALLGEMEINES

Das Gameplay von Resident Evil 4 hat sich grundlegend verändert. Neu ist zum einen die Aktionstaste. Mit dieser Taste springt man über Zäune, öffnet Türen oder schubst Leitern um. Durch die Belegung einer Aktionstaste kommt der Spieler gut zurecht. Schlimmer wäre es gewesen, wenn es verschiedene Taste für verschiedene Aktionen gegeben hätte.
Ebenfalls neu ist die Taste, welche separat mit dem Messer belegt worden ist. So hat das Messer eine eigene Taste, verschwendet dafür aber auch keinen Inventarplatz. Das Messer ist darüberhinaus ein wichtiger Bestandteil beim Gameplay. So kann man in Resident Evil 4 das Messer nahezu in jeder Lage benutzen, ganze Areale kann man nur mit dem Messer bewaffnet meistern. Und auch einige Bossgegner reagieren allergisch auf das Messer.

Komplett neu sind hingegen die Quick Time - Events. Bei Resident Evil 3 waren es keine richtigen Quick Time - Events gewesen, wie vielleicht einige meinen. Bei Resident Evil 3 waren es Entscheidungsfragen, die zwei mögliche Wege parat hielten. Bei Resident Evil 4 sind die Quick Time - Events hingegen wichtiges Tastendrücken, welche nur eine Entscheidung liefert, nämlich zu leben oder zu sterben. Diese Quick Time - Events verhindern das entspannte Zurücklehnen während den Zwischensequenzen, aber auch mitten im Game selbst ist man davor nicht geschützt. Diese Events finden vor allem auch bei den Bossgegnern statt. Und obwohl die Tasten meistens immer die selben sind, so werden ältere Spieler sicherlich ihre Probleme damit haben.

Resident Evil 4 makiert den Neubeginn einer Spieleserie, welche Capcoms unerbitterliches Streitross ist. Die Frage, die sich natürlich stellt ist, ob Resident Evil 4 den Titel "Survival Horror" überhaupt noch tragen darf. Viele Fans werden Schlüsselmomente vermissen, wenn zum Beispiel Hunde oder Krähen durch das Fenster gesprungen kommen. Solche Momente gibt es bei Resident Evil 4 nicht. Resident Evil 4 erzeugt eher so ein mulmiges Drücken in der Magengegend. Gerade wenn man es das erste Mal spielt und nicht weiß, was passieren wird, wird dieses innerliche Drücken immer größer. Spätestens mit dem ersten Auftreten von Dr. Salvador und seinem motorisierten Weib.

Richtige Schockmomente wollen einfach nicht aufkommen. Stattdessen sorgen Gewitter und Regenschauer bei Nacht für mulimige Momente, bei denen man nicht weiß, was passieren wird. Hinzu kommt, dass der Spieler immer auf Ashley aufpassen muss, denn diese wird nicht von jedem Gegner verschleppt. Las Plagas zum Beispiel wollen Ashley lieber tot sehen. Der Spieler muss also dauernd Kindergärtner spielen. Schlimm wird es, wenn nicht nur Gegner eine Gefahr für Ashley darstellen. Als Spieler muss man auch auf versteckte Fallen achten, schauen, dass Ashley nicht in die Reichweite von Fernwaffen wie Dynamitstangen oder Armbrustbolzen kommt. Zum Glück wurden dem Spieler zwei Befehle gegeben, um Ashley kontrollieren zu können, nämlich "Wait" und "Follow me". Mit diesen Befehlen kann man Ashley bitten zu warten oder Leon wieder zu folgen. Im ersten Abschnitt, dem Dorf Pueblo" ist das nicht tragisch, denn dort kann man Ashley in Containern verstecken, wo sie so lange bleibt, bis die Gefahr gebannt ist. Bei den anderen zwei Abschnitten Burg und Insel ist das leider nicht mehr der Fall.

Allgemein kann man sagen, dass Resident Evil pro Abschnitt ( Dorf, Burg, Insel ) immer schwerer wird, wobei der Inselabschnitt deplaziert wirkt. Dorf und Burg gehören quasi zusammen, aber die Forschungsinsel ist da irgendwie außen vor. An für sich kann man in Sachen Gameplay bei Resident Evil 4 kaum Abzüge verteilen. Minuspunkte bekommt es da nur wegen der fehlenden Horror - Atmosphäre. Resident Evil 4 baut eher eine spanische, mulmige Atmosphäre auf, als eine richtige Schocker - Stimmung. Es als Shooter zu vergleichen ist mittlerweile nicht mehr angesagt, da der Nachfolger Resident Evil 5 zeigt, wie übertrieben man Gegner platzieren kann. Resident Evil 4 ist definitiv kein Shooter, sondern eher ein verharmlostes Survival Horror - Spiel, wenn es um Atmosphäre und Stimmung geht.

Zum Thema "Allgemeines" lässt sich nicht viel sagen. Das Spiel bietet viele Merchandising - Artikel wie Sammlerfiguren, einen separaten Soundtrack, ein Lösungsbuch und andere Artikel. Das Handbuch des Spieles ist in Ordnung, aber kein Überrenner. Resident Evil 4 benutzt das klassische Speichersystem mit Schreibmaschinen, für die man aber keine Farbbänder mehr braucht.

Das Spiel gibt es in mehreren Versionen. Resident Evil 4 ist für den Gamecube, die Playstation 2, den Nintendo Wii, dem PC und dem iPhone erhältlich. Die beste Version ist zweifellos die Wii - Version die mit ihrer neuartigen Steuerung punkten kann. Die PC - Version wurde von Ubisoft ( nicht Capcom ) verhunzt. Die Version für den PC ist ein grafisches Debakel, dem nur Community - Mods aus der Misere helfen können und dafür fette Minuspunkte bekommt. Entwickler sollten ein Spiel so portieren, dass umständliches Downloaden von Mods überflüssig wird, zumindest die Mods, die nötig sind, um ein Spiel so aussehen zu lassen, wie die anderen Versionen. Klargestellt werden muss, dass nicht Capcom die PC - Version verhunzt hat, sondern die Franzosen von Ubisoft (Beschwerden bitte nach Frankreich).


 
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